Sand, Kalk und Wasser, das sind die Stoffe, aus denen die weißen Steine hergestellt werden. Seit mehr als 120 Jahren beeinflussen sie das Baugeschehen in Deutschland maßgeblich.

die Quelle: www.kalksandstein.de
Der entscheidende Durchbruch gelang 1880 dem Baustoffchemiker Dr. Wilhelm Michaelis. Er hatte in Schweden ein englisches Verfahren kennengelernt, bei dem ein chemisch behandeltes Gemisch aus Wasserglas und Sand unter niedrigem Dampfdruck innerhalb kurzer Zeit gehärtet wurde. Michaelis modifizierte diese Technik, in dem er auf eine wasserarme, steife Mischung aus Sand und Kalk zurückging und diesem Mörtel dann gespannten Heißdampf zusetzte. Das Experiment war erfolgreich und bildete die Basis aller nachfolgenden Kalksandstein-Härtetechniken.

die Quelle: www.kalksandstein.de
Im Jahre 1900 wurden rd. 300 Mio. Steine und 1905 bereits 1 Mrd. KS- Steine produziert. Durch die schnelle Marktverbreitung und das "Vertrauen" zu diesem Mauerstein erschien bereits 1927 die erste Ausgabe der Kalksandsteinnorm DIN V 106. Seitdem unterliegen KS- Produkte einem ständigen Verfahren zum Nachweis der Übereinstimmung mit den technischen Spezifikationen (früher: Güteüwachung), das aus einer werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) und einer Fremdüberwachung besteht.